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Wohnortnahe Versorgung: AKWL-Präsidentin trifft Jens Spahn

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Erstmals in seiner neuen Funktion als Bundesgesundheitsminister hat Jens Spahn (CDU) die Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL), Gabriele Regina Overwiening, empfangen, um sich über apothekenrelevante Themen auszutauschen. Spahn und Overwiening kennen sich bereits seit vielen Jahren, denn Overwiening wohnt in Spahns Wahlkreis Steinfurt-Borken. Dort trafen sie sich vergangene Woche beim CDU-Stadtverband Ahaus, Spahns Heimatort.

Im Gespräch ging es vor allem um Fragen der wohnortnahen Versorgung und der Digitalisierung im Gesundheitswesen, berichtet heute die AKWL. «Wir sollten die zunehmende Digitalisierung unserer Lebenswelten nicht als Gefährdung betrachten, sondern als große Chance sehen, die Versorgung der Patienten zu verbessern», mahnte der Minister. Und Overwiening versprach: «Wir Apothekerinnen und Apotheker können und werden hierzu einen großen Beitrag leisten, um durch digitale Lösungen die Versorgung der Menschen durch die wohnortnahe Apotheke zu sichern und weiter auszubauen.»

Die AKWL-Präsidentin verwies auf die kritische Entwicklung der Apothekenzahlen in Westfalen-Lippe: In den ersten vier Monaten dieses Jahres haben dort weitere 15 Apotheken geschlossen, dem stand nur eine Apothekenneugründung gegenüber. Die Gesamtzahl liege mittlerweile bei 1.959 Offizinen. «Damit haben wir in den vergangenen 15 Jahren fast 300 Apotheken verloren», berichtete die Kammerpräsidentin.

Spahn betonte, dass ein flächendeckendes Apothekennetz nicht nur anhand der Gesamtzahl der Apotheken, sondern auch an deren Verteilung zu beurteilen sei. Beide waren sich einig, dass die flächendeckende Versorgung trotz der Rückgänge nach wie vor gesichert ist: «Eine Bedarfsplanung ist für den Apothekenmarkt nicht erforderlich», versicherte Overwiening. (dh)

16.05.2018 l PZ

Foto: AKWL