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USA: Apotheken geben deutlich weniger Opioide ab

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In den USA ist die Zahl der abgegebenen Opioid-Mengen stark zurückgegangen: 2017 waren es im Schnitt rund 12 Prozent weniger als im Vorjahr, die von Präsenz- und Online-Apotheken abgegeben wurden, meldet der Informationsdienstleister Iqvia. Das entspricht 23,3 Milliarden Morphin-Äquivalenten weniger als 2016. Das sei der größte Rückgang der Verordnungszahlen der vergangenen 25 Jahre. Als Gründe nennt Iqvia die geänderten Leitlinien, schärfere Kontrollen durch die Kostenträger, strengere Gesetze und eine intensivierte Aufklärung der Ärzte.

 

Die Studie «Medicine Use and Spending in the U.S.: A Review of 2017 and Outlook to 2022» zeigt, dass das Verordnungsvolumen von Opioiden seit 1992 stetig bis zum Jahr 2011 angestiegen ist. Durch verschiedene Maßnahmen sank das Volumen seitdem im Schnitt jährlich um 4 Prozent. Beim Schmerzmanagement gingen die Neuverschreibungen um 8 Prozent zurück. Dagegen verdoppelten sich die Verordnungen zur Behandlung von Medikamenten zur Behandlungen der Opioid-Abhängigkeit auf 82.000 pro Monat. Die Zahl der Patienten, die hohe Dosen Opioide erhielten (mehr als 90 Morphin-Äquivalente) ging um 16 Prozent zurück. (dh)

 

23.04.2018 l PZ

Foto: Fotolia/steheap