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LAV Rheinland-Pfalz: Unter neuer Führung

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Der Landauer Apotheker Andreas Hott (Foto) ist am Wochenende zum neuen Vorsitzenden des Apothekerverbands Rheinland-Pfalz gewählt worden. Er folgt auf Theo Hasse, der den Verband seit März 2012 führte und sich aus altersbedingten Gründen nicht zur Wiederwahl gestellt hat. Sein Nachfolger Hott wurden nach Angaben des Verbands bei der LAV-Mitgliederversammlung am 14. April in Mainz ohne Gegenstimme gewählt und hat sein Amt sofort angetreten. Das frei gewordene Vorstandsamt füllt Pharmazierat Thomas Hanhart, Inhaber der Adler-Apotheke in Kaisersesch.

 

«Ich selbst durfte gemeinsam mit vielen Kolleginnen und Kollegen vor einigen Jahren an einer Perspektive, einer Zielvorstellung für die öffentliche Apotheke mitarbeiten – eine Zielvorstellung, die im Perspektivpapier ‹Apotheke 2030› unseres Berufsstandes niedergelegt ist», erklärte Hott. «Ich trete mit dem Ziel an, dabei mitzuhelfen, dass diese Vision Wirklichkeit wird.» Die Politik dürfe es nicht zulassen, dass die flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln durch die Vor-Ort-Apotheke zugunsten ausländischer Kapitalgesellschaften geopfert werde. Ihm ist wichtig, junge Apotheker in die berufspolitische Arbeit einzubinden. Schließlich würden jetzt die Weichen für die nächste Apothekergeneration gestellt.

 

Hott engagiert sich bereits seit 1994 im LAV und ist seit 2012 Mitglied des Vorstands. Er arbeitet seitdem in der Krankenkassenkommission und dem Schlichtungsausschuss mit. Zudem ist der Inhaber der Beethoven-Apotheke in Landau auch Geschäftsführer der LAVG, der wirtschaftenden Tochter des Verbands. Seit seiner Selbstständigkeit im Jahr 1992 ist Hott auch in der Vertreterversammlung der Landesapothekerkammer aktiv und seit 1999 zudem gewähltes Stadtratsmitglied für die CDU in Landau.

 

Im Anschluss an die Wahl des Verbandsvorsitzenden ernannte die LAV-Mitgliederversammlung Theo Hasse zum Ehrenvorsitzenden. Hasse führte den Verband seit 1992. Der scheidende Verbands-Chef war auch jenseits der rheinland-pfälzischen Grenzen in der Berufspolitik aktiv. Hasse ist seit 2005 Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes Deutscher Apotheker. Diese Position wird er weiterhin bekleiden.

 

Mit Hasses Ausscheiden aus dem Verband verliert der LAV-Rheinland-Pfalz ein wichtiges Verbandsmitglied. So sehen es zumindest Hasses Nachfolger Andreas Hott und Bernhard Pohlmann: «Theo Hasse hat immer eine klare Sprache gesprochen, war stets für die Anliegen seiner Kollegen direkt erreichbar und hat sich in Berlin und im Namen des ADA einen Namen gemacht. Hasse sei jederzeit ein aufrechter, verlässlicher Kollege mit Augenmaß und einem festen Blich für die wirtschaftlichen Realitäten der Apotheke. (dh/dr)

 

16.04.2018 l PZ

Foto: LAV Rheinland-Pfalz