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Dresden wird Standort für innovative Krebsforschung

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Die Versorgung von Patienten und innovative Krebsforschung haben von 2020 an am Dresdner Universitätsklinikum ein gemeinsames Domizil. Mit dem Neubau des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) in der Elbestadt entsteht nach Heidelberg die bundesweit zweite Einrichtung, in der Wissenschaftler, forschende Mediziner und behandelnde Ärzte eng zusammenarbeiten.

 

«Medizinische Fortschritte müssen zügig dem Patienten dienen», sagte Bärbel Brumme-Bothe vom Bundesforschungsministerium beim Richtfest. Zugleich habe die Forschung direkten Zugriff auf Erkenntnisse aus der Behandlung. Das Bundesland Sachsen investiert 22 Millionen Euro in das Gebäude mit Hightech-Ausstattung, der Bund übernimmt 90 Prozent der jährlichen Betriebskosten von 15 Millionen Euro. Ab 2020 sollen rund 200 Ärzte und Wissenschaftler im NCT Dresden arbeiten, das vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), von der Technischen Universität Dresden und dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf mitgetragen wird. Ihnen stehen modernste Laboratorien, Behandlungsräume, Bereiche für Patientenstudien, eine Anlage für Strahlentherapie sowie ein «OP der Zukunft» zur Verfügung.

 

Die Einrichtung werde «beste Voraussetzungen für eine patientenorientierte Spitzenforschung und damit weitere Fortschritte bei Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen bieten», sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). «Krebs ist die Krankheit, vor der jeder am meisten Angst hat», stellte DKFZ-Chef Michael Baumann fest. Die Zahl der Neuerkrankungen werde sich weltweit in den nächsten 10 bis 15 Jahren verdoppeln und in Deutschland um ein Viertel zunehmen – mit steigender Lebenserwartung und sich veränderndem Lebensstil.

 

Laut Baumann braucht es daher eine neue Strategie, damit Krebs besser behandelbar wird und alle Patienten von den Fortschritten in der Wissenschaft profitieren. Er nannte den Austausch zwischen optimaler Krebsbehandlung und innovativer Krebsforschung für eine auf den Patienten zugeschnittene personalisierte Onkologie. «In Dresden wird wegweisende Forschung auf diesem Gebiet stattfinden.»

 

16.04.2018 l dpa

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