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Niedersachsen: Neue Regierung will mehr Stationsapotheker

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Die rot-schwarze Koalition in Niedersachsen will als Konsequenz aus der Mordserie des Pflegers Niels Högel schnell die schon länger geplanten Stationsapotheker in Krankenhäusern einführen. Noch im ersten Halbjahr 2018 könnte ein neues Krankenhausgesetz den Landtag passieren, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Uwe Schwarz, heute der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Bereits die rot-grüne Vorgängerregierung hatte ein neues Krankenhausgesetz geplant. Dieses konnte wegen der vorgezogenen Neuwahl jedoch nicht mehr verabschiedet werden. Das neue Gesetz solle auch den Informantenschutz bei Whistleblowern regeln, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete.

 

Mit Stationsapothekern könnte ein ungewöhnlich hoher Verbrauch von Arzneimitteln schneller auffallen, so die Hoffnung. Während die Apothekerkammer Niedersachsen die Einführung von Stationsapothekern unterstützt, warnt die Krankenhausgesellschaft vor zusätzlichen Kosten vor allem für kleinere Häuser. Im ursprünglichen Gesetzentwurf wurden 134,5 Stellen für Apotheker, die direkt auf den Stationen in allen Krankenhäusern arbeiten, gerechnet. Der Betreuungsschlüssel soll in etwa bei einem Apotheker pro 300 Betten liegen. Geeignete Apotheker sind genug vorhanden, hatte Magdalene Linz, Präsidentin der Apothekerkammer Niedersachsen, bereits vergangenen Sommer betont.

 

Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Volker Meyer, sagte der Zeitung: «Stationsapotheker können einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung in Krankenhäusern leisten. Allerdings muss die Refinanzierung dieser Stellen sichergestellt sein und geprüft werden, ab welcher Krankenhausgröße die Einrichtung einer solchen Stelle sinnvoll und praktikabel ist.» Für kleinere Häuser mit weniger als 300 Betten soll das Sozialministerium nun  Alternativmodelle vorschlagen.

 

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14.02.2018 l PZ/dpa

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