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Lassafieber in Benin: Deutsche Experten sollen helfen

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Deutsche Gesundheitsexperten sollen im westafrikanischen Benin beim Kampf gegen Lassafieber helfen. Die dortigen Gesundheitsbehörden bereiten sich auf einen schweren Ausbruch der Viruserkrankung vor, wie das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mitteilte. Ein Team von Experten sei aus Deutschland aufgebrochen, um das Land zu unterstützen. Es werde unter anderem im nationalen Zentrallabor die Diagnostik für Lassafieber aufbauen.

 

Lassa zählt wie Ebola und Dengue-Fieber zu den hämorrhagischen Fiebern. Die Sterblichkeit bei der Viruserkrankung ist sehr hoch. In Benins Nachbarstaat Nigeria sind den dortigen Gesundheitsbehörden zufolge seit Anfang des Jahres 77 Fälle von Lassafieber bestätigt worden, 21 Menschen sind gestorben. In Benin gab es nach Angaben des Bundesministeriums in diesem Jahr schon mehr Fälle von Lassafieber als im gesamten Jahr 2017.

 

Bei der verheerenden Ebola-Epidemie, bei der vor einigen Jahren in Liberia, Guinea und Sierra Leone von mehr als 28.000 Infizierten über 11.000 Menschen starben, sei «die internationale Gemeinschaft nicht ausreichend vorbereitet gewesen», teilte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller mit. Daraus habe die Bundesregierung gelernt und eine Expertengruppe geschaffen, die schnell eingesetzt werden könne, um Entwicklungsländer im Kampf gegen Epidemien zu unterstützen.

 

12.02.2018 l dpa

Foto: Fotolia/jarun011