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Schladming: Neurologie und Psychiatrie im Fokus

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Neurologische und psychiatrische Erkrankungen bilden den Themenschwerpunkt, wenn ab übermorgen rund 800 Apothekerinnen, Apotheker und Pharmaziestudierende zum Fortbildungskongress Pharmacon im österreichischen Schladming zusammenkommen. Neben aktuellen politischen und wirtschaftlichen Themen sind für die sechs Fortbildungstage diverse Fachvorträge etwa zu Depression, Multipler Sklerose oder Parkinson angekündigt.

 

Unter anderem soll die Rolle der Biologika beleuchtet werden, die sich in den vergangenen Jahren nicht zuletzt bei Patienten mit starken bis sehr stark ausgeprägten Symptomen bewährt haben. Auch bei Depressionen bilden die Präparate möglicherweise einen neuen Therapieansatz. Außerdem wird es in Schladming um die Frage gehen, wie einer Arzneimittelabhängigkeit, von der in Deutschland mindestens 1,3 Millionen Menschen betroffen sind, begegnet werden kann.

 

Ob sich Union und SPD bis zum Kongressbeginn zu einer neuen Großen Koalition in Berlin durchgerungen haben werden, ist noch offen. Fragen zur künftigen Ausrichtung des Gesundheitssystems, etwa beim geforderten Rx-Versandverbot oder der von der SPD ins Spiel gebrachten Bürgerversicherung, brennen den Apothekern dennoch unter den Nägeln. Einschätzungen dazu dürfen sie am 14. Januar beim Bankenabend der Deutschen Apotheker- und Ärztebank erwarten, wenn sich der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch mit der Frage beschäftigt, wo Deutschland gut 100 Tage nach der Bundestagswahl steht – inklusive einer persönlichen Einschätzung, wie die politischen Weichen nun gestellt werden müssen. (cd)

 

12.01.2018 l PZ

Foto: Fotolia/Bettina Sampl