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Medikamente am Steuer: Wie man fahrtüchtig bleibt

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Autofahrer, die Medikamente einnehmen müssen, sollten sich in der Apotheke möglichst nach Präparaten erkundigen, die die Fahrtüchtigkeit nicht einschränken. Dazu rät die bayerische Landesapothekerkammer. Bei der Einnahme etwa von verschreibungspflichtigen Schlaf- und Beruhigungsmitteln, Psychopharmaka, Allergiemitteln oder starken Schmerzmitteln sei zudem besondere Vorsicht geboten, heißt es in einer Mitteilung der Kammer.

 

Wichtig sei, sich bei Dosierung und Einnahme-Rhythmus an die ärztliche Verordnung zu halten. «Wenn etwa Schlafmittel erst in der Nacht eingenommen werden, kommt es am nächsten Tag zum so genannten ‹Hang-over› mit anhaltender Müdigkeit bis zum Mittag», erklärt Volker Schmitt, Sprecher der Kammer Bayern. Er rät: «Achten Sie auf Warnzeichen für eine eingeschränkte Fahrtüchtigkeit: Wenn beispielsweise beim Lesen die Buchstaben verschwimmen, sollte sich niemand ans Steuer setzen.»

 

Das Risiko, das von rezeptfreien Mitteln wie etwa Kombinationspräparaten gegen Erkältungen oder auch Heuschnupfenmedikamenten ausgehe, werde häufig unterschätzt, heißt es weiter. Falls bekannt sei, dass die Mittel tatsächlich die Fahrtüchtigkeit mindern, müsse dies auf dem Beipackzettel ausgewiesen werden. Gründlich lesen!, rät die Kammer. Wer unsicher sei, könne in jedem Fall Rat in der Apotheke vor Ort suchen. (cd)

 

11.01.2018 l PZ

Foto: Bayerische Landesapothekerkammer