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Gesundheitsministerkonferenz: NRW übernimmt Vorsitz

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Den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) der Länder hat 2018 Nordrhein-Westfalen übernommen. Wie das Gesundheitsministerium des Bundeslands heute mitteilte, ist das 91. Treffen der Gesundheitsminister für den 20. und 21 Juni in der Landeshauptstadt Düsseldorf angesetzt.

 

Als Schwerpunktthema hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) in diesem Jahr die Patientenorientierung ausgewählt. «Unsere Gesundheitsversorgung muss stärker als bisher die Patienten und ihre individuellen Bedürfnisse in den Blick nehmen – ein entscheidendes, wenn nicht das Kriterium, um die Qualität der Versorgungsleistungen zu verbessern», betonte der Minister.

 

Auch will NRW die Vernetzung und Zusammenarbeit aller Gesundheitsberufe voranbringen. Laumann erklärte: «Zukunftsfertigkeit gewinnt unsere Versorgung nur durch einen deutlichen Zuwachs an sektorenübergreifender Kooperation.» Er fordert in der Praxis mehr Ansätze integrierter Versorgung, eine aufsuchende und barrierefreie medizinische Infrastruktur sowie Gesundheitsleistungen, die viel stärker als bisher präventiv ausgerichtet sind.

 

Der GMK ist eine Fachministerkonferenz, die seit 1949 einmal jährlich stattfindet. Sie dient der Zusammenarbeit der Länder in Gesundheitsfragen und der diesbezüglichen Koordination ihrer Interessen. Der Konferenz gehören neben den Gesundheitsministern auch die Gesundheitssenatoren der Länder an. Der Bundesgesundheitsminister ist ständiger Gast der GMK. Jedes Jahr hat ein anderes Bundesland den Vorsitz, zuletzt war 2017 Bremen Gastgeber. (et)

 

03.01.2018 l PZ

Foto: Fotolia/vege