Pharmazeutische Zeitung Online
AMK

Apobank-Chef: Plädoyer für bundesweite Digital-Health-Strategie

Datenschutz bei der PZ

Beim gesundheitspolitischen Jahresauftakt der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (Apobank) in Düsseldorf betonte der Vorstandsvorsitzende Ulrich Sommer die Notwendigkeit eines ordnungspolitischen Rahmens für den Umgang mit digitalen Anwendungen. «In den aktuellen Diskussionen rund um die Regierungsbildung nimmt eine Digital-Health-Strategie kaum Raum ein», sagte Sommer laut Pressemitteilung und kündigte den Aufbau eines Digital-Health-Kompetenzzentrums unter dem Dach der Apobank an. «Die Debatte dominieren zurzeit die Gedanken an einen radikalen Umbau des Gesundheitswesens durch eine Einheitsversicherung.» Doch Baustellen für eine bessere, zukunftsfähige Patientenversorgung gebe es genug: «Eine davon ist die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Hier schlummert noch viel Potenzial, das System effizienter zu gestalten», sagte Sommer.

 

Für die ersten digitalen Lösungen im Gesundheitsmarkt und für alle Anwendungen die derzeit noch in der Warteschleife seien, forderte Sommer eine übergeordnete Strategie. «Ein solcher Rahmen könnte gezielt Innovationen für den Gesundheitsmarkt fördern und sollte sich stärker an der Gesundheit des Patienten ausrichten.»

 

Die Apobank-Initiative mit dem Namen «apoHe@lth» solle künftig den Heilberuflern mehr Orientierung bei den digitalen Anwendungen im Gesundheitswesen bieten. «Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, die Kompetenz der Apobank rund um dieses Thema auszuweiten, unsere Kunden auf diesem Gebiet zu beraten und zukunftssicher aufzustellen», so Sommer. (gm)

 

09.01.2018 l PZ

Foto: Fotolia/Weissblick