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AoG und Apotheker helfen: Neue Software für Uganda

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Seit April 2017 unterstützen Apotheker Helfen (AH) und Apotheker ohne Grenzen (AoG) die regionale Arzneimittelversorgung im Kibaale-Distrikt in Uganda. Im Januar waren AH-Geschäftsführer Dr. Andreas Wiegand und AoG-Mitarbeiterin Claudia Martin vor Ort, um sich ein Bild über die Fortschritte des gemeinsamen Projekts zu machen und gemeinsam mit dem ugandischen Projektpartner Emesco Development Foundation die Mitarbeiter der lokalen Gesundheitseinrichtungen zu schulen.

 

Ein Ziel ist es, einen regionalen Arzneimittelgroßhandel aufzubauen und die Warenwirtschaft für Medikamente in den Gesundheitseinrichtungen zu verbessern. Dazu wurde in einem mehrtägigen Workshop unter anderem fleißig gerechnet, über Grundlagen einer guten Lagerverwaltung und die Beschaffung von Arzneimitteln diskutiert sowie Schlüsselelemente des Finanzmanagements besprochen. Zum Abschluss des Trainings erarbeiteten die Teilnehmer Checklisten für die Qualitätssicherung der besprochenen Parameter. Zudem wurde eine neue Software eingeführt und erprobt. «Denn vorrausschauend planen und den Warenbestand anzupassen hilft, den Kapitaleinsatz zu verbessern», schreibt Wiegand auf der AH-Website. Der Umgang mit dem neuen Warenwirtschaftsprogramm soll helfen, Medikamente effizienter und schneller an die Bedürftigen zu verteilen, schreibt AoG auf seiner Facebook-Seite. «Diese Apotheke hat dabei eine tragende Rolle, denn sie versorgt viele umliegende Gesundheitszentren mit wichtigen Arzneimitteln.»

 

Zudem freuen sich die beiden Hilfsorganisationen gemeinsam mit der Emesco Development Foundation über die Fertigstellung einer fünften Gesundheitseinrichtung, des Maisuuka Health Center – ebenfalls im Kibaale-Distrikt von Uganda. Die Vereine haben den Bau finanziell unterstützt. Direkt daneben wurde zudem ein Entbindungshaus auf staatliche Kosten errichtet. Beides soll in wenigen Wochen in Betrieb gehen. «Ein weit abgelegener Ort bekommt somit endlich eine Basisgesundheitsversorgung mit Geburtshilfe», schreibt Wiegand. Das gemeinsame Projekt soll über zwei Jahre laufen und wird von der Stiftung der Apobank unterstützt. (dh)

 

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Über den Tellerrand: Pharmazeutische Hilfe weltweit, PZ 01/02/2018

 

31.01.2018 l PZ

Foto: Apotheker ohne Grenzen