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Gesundheitsindex: Deutsche glücklicher und optimistischer

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Die Bürger in Deutschland sind in den vergangenen Jahren zufriedener und entspannter geworden. Das hat eine Befragung des Bundesverbands der Arzneimittel-Hersteller (BAH) unter 1000 Menschen ergeben. Der Verband führt sie seit 2013 jährlich durch und errechnet aus den Ergebnissen den sogenannten Gesundheitsindex.

 

Dieser liegt dieses Jahr bei 7,2 und ist damit so hoch wie noch nie. Während im vergangenen Jahr nur 79 Prozent der Befragten der Aussage «Ich fühle mich rundum wohl» zustimmten, waren es nun schon 83 Prozent. Den Satz «In den meisten Bereichen entspricht mein Leben meinen Idealvorstellungen» wollten 2016 nur 73 Prozent der Teilnehmer unterschreiben. In diesem Jahr waren es 79 Prozent. Zudem herrscht weniger Pessimismus: «Ich bin nicht so fröhlich wie die meisten Leute» sagten nur noch 31 statt 36 Prozent. Und nur noch 28 statt 37 Prozent stimmten der Aussage «Verglichen mit meinen Freunden denke ich weniger optimistisch über das Leben» zu.

 

Diese Einstellung scheint sich auf die Gesundheit der Menschen zu übertragen. Die Befragten gingen laut eigener Aussage seltener zum Arzt als zuvor – im Schnitt zweimal in den vergangenen drei Monaten. 2013 waren es noch drei Arztbesuche in diesem Zeitraum gewesen. Auch die Anzahl der Teilnehmer, die denken, das deutsche Gesundheitswesen biete jedem Bürger eine ausreichende Versorgung, ist laut Umfrageergebnis so hoch wie nie zuvor.

 

Auffällig: Der Gesundheitsindex stieg laut BAH vor allem bei Personengruppen, die nicht als die glücklichsten der Gesellschaft gelten: bei Menschen mit niedrigem Schulabschluss, geringem Nettoeinkommen, bei Nicht-Berufstätigen und bei älteren Menschen. Auch scheinen die Menschen mehr Vertrauen in die Politik zu haben: Jeder dritte (31 Prozent) vertraut laut Befragung der Bundesregierung. Vor einem Jahr war es nur jeder fünfte (17 Prozent) gewesen. Allerdings fand die BAH-Befragung Mitte September statt – also vor der Bundestagswahl. (ap)

 

05.12.2017 l PZ

Foto: Fotolia/Robert Kneschke