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Apothekenmarkt: Homöopathika legen deutlich zu

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Der Absatz von homöopathischen Arzneimitteln hat in den vergangenen fünf Jahren knapp 5 Prozent zugelegt. Damit verzeichnen diese Präparate ein stärkeres durchschnittliches Mengenwachstum als pflanzliche Arzneimittel. Diese weisen im Untersuchungszeitraum 2012 bis einschließlich 2016 ein Absatzplus von lediglich knapp 2 Prozent auf, wie eine Analyse der Marktforscher von Quintiles IMS zeigt.  

Grundsätzlich spielen Phytopharmaka aber nach wie vor eine größere Rolle im Apothekenmarkt als Homöopathika. So sind im Jahr 2016 laut besagter Marktstudie rund 8 Prozent aller Arzneimittelpackungen im Apothekenmarkt pflanzlichen Ursprungs. Im rezeptfreien Bereich liegt der Anteil bei 14 Prozent. Homöopathika stellen 4 Prozent aller Arzneimittelpackungen und 7 Prozent aller rezeptfreien Medikamente im Markt. Was den Umsatz 2016 betrifft, so stieg dieser bei den Phytos gegenüber dem Vorjahr um rund 3 Prozent auf gut 1,7 Milliarden Euro. Der Umsatz mit Homöopathika legte um 4,5 Prozent auf 722 Millionen Euro zu.

Gefragt sind laut Quintiles IMS in beiden Medikamentengruppen hauptsächlich Präparate gegen Erkältungsbeschwerden und immunstärkende Mittel. Gut die Hälfte des Absatzes im Jahr 2016 entfällt darauf. Nach wie vor wird der Hauptanteil der Packungen in der Apotheke vor Ort abgesetzt. 12 Prozent der pflanzlichen und 17 Prozent der homöopathischen Mittel wurden 2016 über den Versandhandel bestellt.

Die drei meistabgesetzten Phytos nach Packungen im Apothekenmarkt sind den Analysten zufolge das Erkältungsmittel Sinupret®, gefolgt vom Magen-Darm-Therapeutikum Iberogast® und dem Hustenmittel Prospan®. Auch beim Umsatz liegen Sinupret und Iberogast auf Platz eins und zwei, gefolgt vom Ginkgo-Präparat Tebonin®. Bei den Homöopathika liegt kein Ranking vor. (et)

12.10.2017 l PZ

Foto: Fotolia/agenturfotografin