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Martin Schulz hält Cannabis-Freigabe für falsch

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Gerade erst hat Martin Schulz die Legalisierung von Cannabis zur Gewissensfrage erklärt, jetzt erteilt er persönlich einer Freigabe eine Absage. Er halte das «für falsch», sagte der SPD-Kanzlerkandidat auf die Frage, wie er zur seit langem diskutierten Straffreiheit bei Haschisch stehe. Schulz äußerte sich dazu am 15. September in einem Gespräch mit dpa-Reporterin Anja Stein für die «Radiozentrale», die im Auftrag von 47 Privatradios die Aktion «Hörer fragen Kandidaten» veranstaltet.

 

Vor zehn Tagen hatte der SPD-Chef im Interview mit mehreren YouTube-Stars betont, als Kanzler würde er sich für eine Bundestagsabstimmung ohne Fraktionszwang zur Zukunft des Cannabis-Verbots einsetzen. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU), hielt Schulz daraufhin vor, der Schutz vor Drogenkonsum sei keine Gewissensfrage. Grüne, Linke, FDP und Teile der SPD sind dafür, dass Besitz und Konsum von «Gras» straffrei sein sollten.

 

18.09.2017 l dpa

Foto: Fotolia/Villalon