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Gesundheit weltweit: Fortschritte bei Nachhaltigkeitszielen

Bis zum Jahr 2030 werden voraussichtlich mehr als 60 Prozent aller Staaten einige wichtige Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen erreichen, zum Beispiel bei der Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit und Malaria. Dagegen werden weniger als 5 Prozent der Länder die Vereinbarungen zu Verkehrsunfällen, Suizidprophylaxe, kindlichem Übergewicht und Tuberkulose erreichen. Diese Prognose hat heute kurz vor Beginn der UN-Vollversammlung in New York die Arbeitsgruppe der internationalen «Global Burden Disease Study» in der Fachzeitschrift «The Lancet» veröffentlicht.

 

Die Vereinten Nationen hatten sich 2015 17 übergeordnete Nachhaltigkeitsziele mit 169 Unterpunkten gesetzt, darunter zum Beispiel die ambitionierten Vorhaben, Malaria und Tuberkulose zu besiegen. Basis der neuen Prognose sind die Entwicklungen der Länder in den Vorjahren.

 

Den Zielen am nächsten sind Singapur, Island und Schweden. Deutschland liegt weltweit auf Platz 13, die USA auf Platz 24, China auf Platz 74, Indien auf Platz 128. Schlusslichter sind Somalia, die Zentralafrikanische Republik und Afghanistan. Nachbesserungsbedarf in Deutschland gibt es vor allem beim kindlichen Übergewicht, der Suizidrate, Alkoholmissbrauch, Kindesmissbrauch und der Raucherprävention.

 

DOI: 10.1016/S0140-6736(17)32336-X

 

13.09.2017 l PZ

Foto: Fotolia/Horler