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Studie: Jeder 8. Euro entfällt auf Gesundheitsbranche

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Die Gesundheitswirtschaft hat im vergangenen Jahr 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausgemacht. Das geht aus einer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Auftrag gegebenen Studie hervor, die heute in Berlin vorgestellt wurde. Die Ergebnisse der sogenannten Gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung für Deutschland (GGR) zeigen, dass 2016 hierzulande 7 Millionen Menschen in der Gesundheitswirtschaft arbeiteten. Zudem entfielen im selben Jahr auf den Gesundheitssektor 8,2 Prozent der gesamten Exporte der Bundesrepublik Deutschland.

 

Die Ergebnisse bescheinigen der Branche ein gesamtwirtschaftlich gesehen überdurchschnittliches Wachstum. Damit sei sie nicht, wie oft dargestellt, nur ein Kostenfaktor, sondern müsse differenzierter betrachtet werden, so Matthias Machnig (SPD), Staatssekretär im BMWi. Die Branche sei Forschungs-, Innovations- und Beschäftigungsmotor. Laut Studie stieg seit 2005 die Beschäftigung insgesamt um 1,6 Prozent pro Jahr. Gemessen an den Erwerbstätigen ist die Gesundheitsbranche nach Angaben des BMWi so groß wie die Automobilindustrie. Ziel des GGR sei es, zu zeigen, dass die Politik die Perspektive wechseln und die gesamtwirtschaftlichen Effekte der Branche berücksichtigen müsse, so Machnig.

 

In diesem Jahr nahm das Ministerium einige Teilbereiche der Gesundheitswirtschaft genauer unter die Lupe, darunter auch die Apotheken im Bereich des Einzelhandels. Demnach ist die Bruttowertschöpfung der Apotheken insgesamt um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Insgesamt ist im Apothekenbereich den Untersuchungen zufolge seit 2005 ein Wachstum der Bruttowertschöpfung von 1,3 Prozent pro Jahr zu beobachten. Die Zahl der Erwerbstätigen in der Offizin hat sich nach einem Einbruch im Jahr 2011 (146,1 Tausend Beschäftigte) wieder erholt und liegt nun bei mehr als 160.000. (je)

 

13.03.2017 l PZ

Foto: Fotolia/Mellimage