Pharmazeutische Zeitung online

Tag der seltenen Erkrankungen: Forschung im Fokus

Datenschutz bei der PZ

Am 28. Februar findet bereits zum zehnten Mal der internationale Tag der seltenen Erkrankungen statt. Er soll weltweit auf die Nöte und Anliegen von Menschen mit einer der rund 8000 seltenen Erkrankungen aufmerksam machen. Denn Betroffene haben mit vielen Problemen zu kämpfen: Ihre Erkrankung ist wenig bekannt, der Weg bis zur korrekten Diagnose ist daher eine Odyssee und Therapien existieren für die meisten Krankheitsbilder nicht. Mit Forschung lässt sich hier einiges ändern. So kann zum Beispiel das Verständnis über Erkrankungen und die zugrundeliegenden Pathomechanismen verbessert werden, was zur Entwicklung von Diagnose- und Therapiemöglichkeiten führen kann.

 

Daher steht in diesem Jahr der Tag ganz im Zeichen der Forschung. In Deutschland lautet das Motto «Forschen hilft heilen». Zwar haben die Forschungsanstrengungen in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen, doch noch immer sind viele seltene Krankheiten nicht heilbar. Der Tag soll dazu dienen, Wissenschaftler, Ärzte und die Industrie aufzufordern, die Forschungsanstrengungen auf dem Gebiet der seltenen Erkrankungen zu verstärken, heißt es auf der offiziellen Website des «Rare Disease Day». Auf erreichte Erfolge macht der Verband forschender Arzneimittelhersteller (VfA) in einer Mitteilung aufmerksam. Inzwischen stehen Patienten in Europa fast 130 Arzneimittel gegen seltene Krankheiten zur Verfügung. Zahlreiche weitere Arzneimitteltherapien werden erforscht. (ch)

 

Lesen Sie dazu auch

  • www.rarediseaseday.org (Informationen zum Aktionstag; externer Link)
  • www.achse-online.de (Website der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen; hier sind auch Aktionen in Deutschland aufgelistet; externer Link)

 

24.02.2017 l PZ

Foto: Fotolia/Michael Möller