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Sachverständigenrat: Vorsitzende erneut berufen

An der Spitze des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung des Gesundheitswesens bleibt alles beim Alten. Wie Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) heute mitteilte, hat er den bisherigen Vorsitzenden Professor Ferdinand Gerlach und seinen Stellvertreter Professor Eberhard Wille erneut in diese Positionen berufen. Gröhe folgte damit dem Vorschlag des Sachverständigenrats. Dieser hatte den Allgemeinmediziner Gerlach (Universität Frankfurt/Main) und den Gesundheitsökonom Wille von der Universität Mannheim in geheimer Wahl in ihrem Amt bestätigt.

 

Gröhe freute sich nach eigenen Angaben, Gerlach und Wille erneut zu berufen. «Sie haben sich in den letzten Jahren an der Spitze des Sachverständigenrats hervorragend bewährt.» Die wissenschaftlichen Untersuchungen dieses unabhängigen Gremiums enthielten wichtige Anregungen für die gesundheitspolitische Arbeit von Regierung und Parlament, so der Gesundheitsminister.

 

Der seit 1987 bestehende Sachverständigenrat hat nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums die Aufgabe, die Entwicklung der gesundheitlichen Versorgung und ihre medizinischen und wirtschaftlichen Auswirkungen zu untersuchen. Auch soll er Vorschläge für den Abbau von Versorgungsengpässen und bestehende Überversorgung ausarbeiten. Hierzu legt das Gremium regelmäßig im Abstand von zwei Jahren ein Gutachten vor.

 

Der Rat wird alle vier Jahre neu berufen. Es besteht aus sieben Mitgliedern mit Expertisen in den Bereichen Medizin, Gesundheitsökonomie und Pflegewissenschaften. (et)

 

10.02.2017 l PZ

Foto: Fotolia/teracreonte