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Westfalen-Lippe: Neues AMTS-Projekt von Kammer und Kasse

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Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe und die AOK Nordwest wollen die Arzneimittel-Therapie-Sicherheit (AMTS) gemeinsam verbessern. Wie aus einer Pressemitteilung der beiden Institutionen hervorgeht, sollen in 200 AMTS-qualifizierten Apotheken offensichtliche und potenzielle Probleme der Patienten bei der Versorgung mit Arzneimitteln evaluiert und dokumentiert werden. Die wissenschaftliche Leitung des Projekts übernimmt Professor Dr. Ulrich Jaehde vom Lehrstuhl für Klinische Pharmazie an der Universität Bonn.

 

Im dem Projekt sollen Fehl- und Doppelverordnungen von Arzneimitteln und die Wechselwirkungen der verschiedenen Medikamente möglichst vermieden werden. Dabei werden auch die frei verkäuflichen Medikamente in der Apotheke mit berücksichtigt. AOK-Versicherte können dabei eigenständig auch ihre elektronische AOK-Patienten-Quittung einbinden.

 

«Unser gemeinsames Ziel ist es, den Patienten künftig mehr Kompetenzen und Sicherheit bei der Einnahme ihrer Medikamente zu geben. Denn Patienten mit einer hohen Therapietreue stärken den Behandlungserfolg und verbessern ihre Lebensqualität. Dafür brauchen wir zum einen besonders gut ausgebildete Apotheker und zum anderen ein enges Miteinander mit den Ärzten und Patienten», sagt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordwest.

 

«Die systematische Optimierung des Therapieprozesses, die derzeit noch in Modellregionen erprobt und nun gemeinsam evaluiert werden soll, wird bereits in wenigen Jahren der Standard für die Versorgung aller Patienten sein», prognostiziert Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. Für eine dauerhafte Implementierung eines Medikationsmanagements sei eine begleitende Versorgungsforschung von hoher Bedeutung. Denn es gelte die angebotene Dienstleistung zu validieren und zu optimieren. (ss)

 

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29.02.2016 l PZ

Foto: Fotolia/Robert Kneschke