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Umfrage: Lieferengpässe gefährden Versorgung

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Lieferengpässe bei Arzneimitteln führen häufig dazu, dass Apotheker ihre Kunden nicht versorgen können. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Instituts für Handelsforschung Köln (IFH) unter rund 260 Apothekeninhabern.

 

Demnach gaben knapp 15 Prozent der Befragten an, sie hätten in den vergangenen Monaten mindestens einmal pro Tag Patienten nicht versorgen können, weil Medikamente fehlten. In weiteren 50 Prozent der Apotheken kam dies mindestens einmal wöchentlich vor.

 

Besonders häufig sind Rabattarzneimittel betroffen: Mehr als 90 Prozent der Apotheker beobachteten in den vergangenen drei Monaten Engpässe bei entsprechenden Medikamenten. Neun von zehn Befragten sehen die Rabattverträge zwischen Herstellern und Krankenkassen als Hauptursache für eingeschränkte Lieferfähigkeiten.

 

Auch Grippeimpfstoffe seien in diesem Zeitraum häufig nicht verfügbar gewesen, erklärten 60 Prozent der Teilnehmer. 66 Prozent gaben dies auch für andere Impfstoffe an. Rund drei Viertel der Apotheken erhielten zudem mindestens einmal täglich nicht alle bestellten Arzneimittel. (cm)

 

07.12.2015 l PZ

Foto: Fotolia/fresnel6