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Vorerst letzter Ebola-Patient in Sierra Leone entlassen

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In Sierra Leone ist am 24. August der vorerst letzte Patient nach überstandener Ebola-Infektion ent­lassen worden. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation handelt es sich um eine 35-jährige Frau, die im Distrikt Bombali in Behandlung war. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen rät allerdings zur Vorsicht: Vorzeitige Entwarnung sei nicht angebracht. «Wir teilen die Begeisterung der Bevölkerung von Sierra Leone darüber, dass der Kampf gegen Ebola bald vorüber sein könnte. Aber wir müssen noch 42 Tage ohne neue Erkrankungsfälle überstehen, bevor das Land für Ebola-frei erklärt werden kann», sagte Jose Hulsenbek, Landeskoordinator von Ärzte ohne Grenzen in Sierra Leone.

 

Die Aufmerksamkeit, mit der jeder unerwartete Ebola-Fall registriert werde, dürfe jetzt nicht nach­lassen, so Hulsenbek. Im benachbarten Guinea seien in der vergangenen Woche drei neue Fälle aufgetreten. «Wir wissen, dass das Virus keine Grenzen kennt.» Die Ebola-Krise in Westafrika werde erst dann wirklich vorbei sein, wenn in allen betroffenen Ländern 42 Tage ohne neue Fälle verstrichen seien. (am)

 

25.08.2015 l PZ

Foto: Fotolia/St.Op. (Symbolbild)