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Immuntherapie bei Hautkrebs zugelassen

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Die Europäische Kommission hat den monoklonalen Antikörper Pembrolizumab (Keytruda®) als Immuntherapie bei Hautkrebs zugelassen. Das meldet Hersteller MSD. Der Wirkstoff darf als Monotherapie zur Behandlung des fortgeschrittenen metastasierten oder nicht-resezierbaren malignen Melanoms bei Erwachsenen zum Einsatz kommen. Sein Angriffspunkt ist der Programmed-Death-(PD)-1-Rezeptor auf T-Zellen. Durch seine Bindung an den PD-1-Rezeptor blockiert Pembrolizumab die Interaktion zwischen dem Rezeptor und seinen Liganden PD-L1 und PD-L2. Der Wirkstoff versetzt das körpereigene Immunsystem damit in die Lage, wieder verstärkt selbst gegen den Krebs zu kämpfen, indem er diesen Signalweg blockiert, der das Immunsystem sonst ausbremst.

 

Die Zulassung basiert auf Daten aus drei klinischen Studien. In diesen wurden Wirksamkeit und Verträglichkeit von Pembrolizumab bei mehr als 1500 Patienten geprüft. In der Phase-III-Studie KEYNOTE-006 war Pembrolizumab gegenüber Ipilimumab, der derzeitigen Standardtherapie des fortgeschrittenen malignen Melanoms, in Hinblick auf das Gesamtüberleben, das progressionsfreie Überleben und die Gesamtansprechrate überlegen und die Studie wurde auf Empfehlung des unabhängigen Data Monitoring Committee vorzeitig beendet. (ss)

 

22.07.2015 l PZ

Foto: Fotolia/Alexander Raths