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Tattoo-Entfernung: Wenn alte Liebe rostet

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In deutschen Hautarztpraxen werden immer häufiger Tätowierungen weggelasert. «Tattoos unterliegen Modetrends. Und irgendwann sind Bärchen und Teletubbies out», sagte der Präsident der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft (DDL), Gerd Kautz, der Deutschen Presse-Agentur. Je nachdem, um was für einen Körperschmuck es sich handele, könne man ihn mit moderner Lasertechnik heute gut entfernen. «Einfarbig dunkelschwarze gehen hervorragend», sagte der Hautarzt, der am Wochenende die Jahrestagung der DDL mit rund 300 Experten in Trier leitet.

 

Vor 20 Jahren sei das Entfernen von Tattoos noch «eine exotische Sache» gewesen. In den vergangenen Jahren habe sich das aber geändert: Da immer mehr sich tätowieren ließen, nehme auch die Zahl der Laser-Behandlungen zu. «Es kommen täglich Patienten. Von Jung bis Alt», sagte Kautz. Gründe seien, dass das Tattoo plötzlich beruflich fehl am Platz sei oder sich der eintätowierte Namen der Freundin geändert habe.

 

Ob sich eine Tätowierung ganz entferne ließe, hinge auch mit ihrer Qualität zusammen. «Wenn der Tätowierer beim Stechen Narben gesetzt hat, sieht man die nachher noch.» Auch die Farbqualität spiele eine Rolle und der Ton: «Rot, gelb und grün lassen sich schwerer weglasern.» Die Kosten für eine Laserbehandlung zur Tattoo-Entfernung liegen laut Kautz zwischen 300 und 3000 Euro, je nachdem, wie viele Therapien notwendig sind. Manchmal reichten zwei bis drei Sitzungen, in anderen Fällen könnte es zwei Jahre dauern.

 

11.06.2015 l dpa

Foto: Fotolia/Guy Pracros