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Patientenberatung: Grüne kritisieren Ausschreibung

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Die Grünen machen sich Sorgen um die unabhängige Patientenberatung. Grund ist die aktuelle Ausschreibung der Patientenberatung für die Zeit ab 2016. Offenbar will die Gesetzliche Krankenversicherung die Zusammenarbeit mit der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) nicht fortführen.

 

Im vergangenen Oktober hatten Bundesregierung und der GKV-Spitzenverband die Patientenberatung ab 2016 europaweit ausgeschrieben. Notwendig wurde dies, weil die Finanzierung der Patientenberatung durch die UPD zum Jahreswechsel 2016 ausläuft. Wer diese Aufgabe für die nächsten sieben Jahre übernimmt, entscheidet sich in den kommenden Tagen. Dann will der GKV-Spitzenverband die bei der Ausschreibung unterlegenen Unternehmen darüber informieren.

 

Grünen-Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink warnt davor, der UPD die Patientenberatung aus den Händen zu nehmen. Es dürfe nicht sein, dass etwa ein auf Gesundheitsdienstleistungen spezialisiertes Call-Center den Auftrag bekomme, sagte Klein-Schmeink der Deutschen Presseagentur (dpa). Die Gesundheitspolitikerin fürchtet, dass ein neuer Dienstleister nicht ausreichend unabhängig sein könnte und womöglich in seiner neuen Funktion Patienten in einem Teil des Gesundheitswesens berät, in dem das Unternehmen selbst schon aktiv ist.

 

Unter den Verlierern ist laut dpa wohl auch die UPD, die bisher für den GKV-Spitzenverband hilfesuchende Versicherte über ihre Rechte aufgeklärt hat und sich damit bei den Kassen nicht unbedingt beliebt gemacht hat. Nach Einschätzung von Klein-Schmeink ging es in jeder zweiten Beschwerde eines Patienten darum, dass Krankenkassen Patienten keine ausreichende Leistung gewähren wollten. (dr)

 

26.06.2015 l PZ/dpa

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