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Allergie oder Schnupfen: Bei Nasensprays beraten lassen

Die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände weist in einer Pressemeldung darauf hin, dass Patienten in der Apotheke häufig nach aus der Werbung bekannten Präparaten fragen, die jedoch nicht optimal gegen die individuellen Beschwerden wirken. Bei Schnupfen im Frühling kann beispielsweise eine Allergie oder eine Erkältung die Ursache sein. «Wer ein Nasenspray braucht, sollte sich bei der Auswahl deshalb in der Apotheke beraten lassen», sagt Gabriele Overwiening, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der Bundesapothekerkammer.

 

Etwa jedes zehnte Kind und jeder zwanzigste Erwachsene haben Heuschnupfen. Typisch ist ein Fließschnupfen mit einem fast wasserklaren, dünnflüssigen Sekret. Je nach Pollenflug können die Beschwerden mehrere Wochen lang anhalten. Für die Selbstmedikation gibt es verschiedene antiallergisch wirkende Medikamente, mit denen leichtere Formen des Heuschnupfens auch über längere Zeit behandelt werden können. Wird Heuschnupfen nicht rechtzeitig und konsequent behandelt, kann sich ein allergisches Asthma entwickeln. Tauchen Beschwerden wie Fließschnupfen oder häufiges Niesen erstmals auf, sollten sich Betroffene an ihren Arzt wenden.

 

Erkältungsschnupfen entsteht durch eine virale Infektion. Die Nase ist verstopft, das Sekret häufig dickflüssig und teilweise gefärbt. Abschwellende Nasensprays gegen eine verstopfte Nase sollten nicht länger als eine Woche angewendet werden. Sie wirken zusammenziehend auf die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut und dadurch abschwellend. Langfristig trocknen sie die Nasenschleimhäute aus und können zur Gewöhnung führen.

 

26.03.2015 l PZ/ABDA

Foto: Fotolia/Serhiy Kobyakov