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Studie: Homöopathie immer beliebter

Homöopathische Arzneimittel finden in Deutschland immer größeren Anklang. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Bundesverbands der Arzneimittelhersteller (BAH). Zur Ermittlung der Akzeptanz und des Images von homöopathischen Arznei­mit­teln befragte das Institut im Mai und Juni dieses Jahres deutsch­land­weit 1503 Personen ab 16 Jahren. Verglichen mit den Daten einer 2009 durchgeführten, vergleichbar angelegten Untersuchung kam das Allensbach-Institut zu folgendem Ergebnis: Der Verwen­der­kreis ist deutlich gewachsen – von damals 53 Prozent auf heute 60 Prozent. Laut Allensbach-Institut verwenden vor allem Frauen (73 Prozent versus 48 Prozent Männer) sowie Menschen in den westlichen Bundesländern (64 Prozent versus 44 Prozent in Ostdeutschland) homöopathische Mittel.

 

Gewachsen ist laut Studie auch der Anteil derer, die von Heilerfahrungen durch Homöopathika berichten. Fast 90 Prozent der Verwender habe die Einnahme nach eigener Wahrnehmung schon geholfen – 48 Prozent davon ohne Einschränkung, für 39 Prozent zumindest in manchen Fällen. Am häufigsten seien homöopathische Mittel gegen Erkältungen und grippale Infekte erfolgreich eingesetzt worden.

 

Die Gründe für dieses positive Image liegen laut Allensbach-Institut jedoch nicht nur in der überwiegend positiven Heilerfahrung. Auch spiele die Wahrnehmung als nebenwirkungsarm eine Rolle. Über die Hälfte der Befragten stimmte den Aussagen zu, dass Homöopathika besonders gut verträglich und zudem gut für Kinder geeignet seien. Nur 12 Prozent der Befragten schlossen ausdrücklich aus, homöopathische Präparate zu nehmen. Aus Sicht des Umfrageinstituts weist dieser Wert darauf hin, dass der Kreis der Homöopathika-Verwender in den kommenden Jahren noch weiter wachsen wird. (ke)

 

20.10.2014 l PZ

Foto: Fotolia/Gina Sanders