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Psychotherapeuten fordern mehr Mittel

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Um der wachsenden Zahl von Patienten mit psychischen Problemen möglichst schnell eine Therapie anbieten zu können, fordern Deutschlands Psychotherapeuten eine bessere finanzielle Ausstattung. «Wir wollen in der Lage sein, unsere Patienten zeitnah und unter ordentlichen Bedingungen zu therapieren», stellten die Verbände der psychologischen Psychotherapeuten, der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten sowie der ärztlichen Psychotherapeuten und Psychiater anlässlich eines Aktionstags heute in Berlin fest. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) müsse ein entsprechendes Honorar mit dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aushandeln.

Die GKV sieht das Problem jedoch nicht in zu niedrigen Honoraren oder zu wenig Zulassungen, sondern in der Teilzeitarbeit vieler Psychotherapeuten. «Wenn rund ein Fünftel der Psychotherapeuten weniger als halbtags arbeiten, müssen wir uns nicht wundern, wenn es manchmal trotz einer auf dem Papier ausreichenden Anzahl an Psychotherapeuten zu Wartezeiten kommt», heißt es in einer Pressemitteilung des GKV-Spitzenverbands. «Wer nur Teilzeit arbeiten möchte, sollte eine halbe Zulassung abgeben, damit auch andere Psychotherapeuten sich um die Patienten kümmern können.» Innerhalb von 20 Jahren habe die Anzahl der Psychotherapeuten um 45 Prozent zugenommen. Sie lag nach Zahlen der GKV Ende 2013 bei 23.993 Psychotherapeuten. (db)

 

25.09.2014 l PZ

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