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HIV: Konferenz gegen Diskriminierung

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Rund 450 HIV-Positive, deren Angehörige und Freunde diskutieren seit heute in Kassel über Ausgrenzung und Diskriminierung von Betroffenen. Dies sei an der Tagesordnung, sagte Carsten Schatz, selbst HIV-positiv und Vorstand der Deutschen Aids-Hilfe (DAH). «HIV ist mit einem gesellschaftlichen Stigma behaftet. Die Leute erleben das am Arbeitsplatz, in der Familie oder im Gesundheitswesen», sagte er. HIV-positiven Menschen würden medizinische Behandlungen zum Beispiel beim Zahnarzt verweigert oder Kollegen wollten nicht mit ihnen arbeiten. «Wir müssen aufzeigen, dass wir da ein Problem haben».

 

Das dreitägige Treffen unter dem Titel «Positive Begegnungen» ist nach DAH-Angaben die größte HIV-Selbsthilfekonferenz in Europa. Geplant sind Workshops und Gespräche, zudem nehmen Teilnehmer am Samstag am Kasseler Christopher Street Day teil. Laut Robert-Koch-Institut sind in Deutschland rund 78.000 Menschen HIV-positiv.

 

21.08.2014 l dpa

Foto: Fotolia/michaeljung