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EGK: Endgültige Umstellung 2015

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Im Januar 2015 soll die elektronische Gesundheitskarte (EGK) den bisherigen Versichertenausweis endgültig ablösen. Die alten Karten verlieren dann ihre Gültigkeit, unabhängig vom aufgedruckten Ablaufdatum. Darauf haben sich Krankenkassen, Ärzte und Zahnmediziner geeinigt und die Übergangsfrist damit noch einmal um drei Monate verlängert.

Ursprünglich sollte die Umstellung bereits im Januar 2014 stattfinden. Da jedoch längst nicht alle Versicherten im Besitz der neuen Karte gewesen waren, hatten Kassen und Mediziner kurzfristig vereinbart, dass Ärzte noch bis zum 1. Oktober grundsätzlich über beide Ausweise abrechnen können. Nun soll das noch bis Ende Dezember möglich sein. Die Vorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer, sprach mit Blick auf die bevorstehende Umstellung von einem «wichtigen Schritt auf dem Weg in die Telematikinfrastruktur». Auch Wolfgang Eßer, Chef der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, lobte die Entscheidung. Damit gebe es nun Planungssicherheit für alle Beteiligten.

Nach Angaben der Krankenkassen haben derzeit immer noch 1 bis 3 Prozent der Versicherten keine EGK im Geldbeutel. Wer ab Januar ohne die neue Karte zum Arzt kommt, wird dort zwar nicht abgewiesen. Er muss jedoch innerhalb von zehn Tagen seinen Versichertenstatus nachweisen, andernfalls stellt ihm die Praxis die Behandlung privat in Rechnung. Arzneimittel kann der Arzt in einem solchen Fall mit dem Hinweis «ohne Versicherungsnachweis» privat verordnen.

Reicht der Versicherte die Bescheinigung am Quartalsende nach, muss der Mediziner die Privatvergütung erstatten. Bei Zahnärzten gilt diese Regelung allerdings nicht. Hier bleibt es bei der Zehn-Tages-Frist. (sch)

 

15.08.2014 l PZ

Foto: Fotolia/Krautberger