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E-Zigaretten: Passivrauch enthält giftige Schwermetalle

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Die Ausdünstungen von E-Zigaretten sind für Passivraucher zwar insgesamt weniger toxisch als die von herkömmlichen Zigaretten – ungefährlich scheinen sie jedoch nicht zu sein, warnen Forscher der Universität von Südkalifornien im «Journal of Environmental Science, Processes and Impacts».

Das Team um Professor Dr. Constantinos Sioutas registrierte eine insgesamt zehnfach niedrigere Schadstoffmenge als in normalem Zigarettenrauch. Es traten so gut wie keine krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe auf, da bei E-Zigaretten kein organisches Material verbrannt wird. Insgesamt war zwar auch die Schwermetallbelastung niedriger, doch trotzdem vorhanden, zum Beispiel durch Blei. Die Forscher maßen zudem toxische Chrom-Werte, die bei herkömmlichen Zigaretten überhaupt nicht auftauchen. Die Nickel-Werte waren um den Faktor vier höher als bei normalem Rauch.

Die Metallpartikel stammen vermutlich aus der Kartusche der E-Zigarette selbst, nicht aus der verdampften Lösung. Hier könnten die Hersteller nachbessern, fordern die Autoren. Getestet wurde das in Europa verbreitete E-Zigaretten-Modell Elips Serie C. (db)

doi: 10.1039/C4EM00415A

 

29.08.2014 l PZ

Foto: Fotolia/tibanna79