Pharmazeutische Zeitung online

Pflege-Bahr nimmt Fahrt auf

Datenschutz bei der PZ

Mehr als 400.000 Bürger haben bis Ende Januar 2014 eine staatlich geförderte Zusatzversicherung für den Pflegefall abgeschlossen. Nach Angaben des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV) zeigen diese Zahlen, dass sich zusehends mehr Menschen für dieses neue Vorsorgeangebot entscheiden.

 

Wurden kurz nach Einführung des Vorsorgeangebots im Januar 2013 pro Arbeitstag noch rund 240 geförderte Pflegezusatz­ver­si­che­run­gen abgeschlossen, seien es Ende 2013 weit über 1000 pro Arbeitstag gewesen, heißt es beim Verband. Letztlich verzeichnete die PKV zum Jahresende dann insgesamt 353.400 Vertragsabschlüsse.

 

Angesichts dieser dynamischen Entwicklung rechnet der Verband damit, dass bei den Vertragsabschlüssen noch in diesem Jahr die Marke von einer Million Verträgen erreicht werden kann. «Die Menschen erkennen zusehends den Bedarf einer zusätzlichen, kapitalgedeckten Vorsorge, weil die gesetzliche Pflegeversicherung nur einen ‹Teilkasko›-Schutz bieten kann», sagte der Vorsitzende des PKV-Verbandes Uwe Laue.

 

Die private Zusatzversicherung, die nach dem früheren Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) benannt und in dessen Amtszeit 2013 eingeführt wurde, wird mit 5 Euro monatlich vom Staat bezuschusst. Der vorgeschriebene Eigenanteil des Versicherten liegt bei mindestens 10 Euro im Monat und ist abhängig vom Lebensalter. (et)

 

11.03.2014 l PZ

Foto: Fotolia/ Aleksei Demitsev