Pharmazeutische Zeitung online

Apothekerkammer Nordrhein: Spenden sammeln für Afrika

Datenschutz bei der PZ

Die Apothekerkammer Nordrhein wird sich in Zukunft für Afrika und andere Entwicklungsländer engagieren. Wie Kammer­präsident Lutz Engelen beim Neujahrsempfang in Düsseldorf sagte, habe die Kammer eine Zusammenarbeit mit dem Medikamentenhilfswerk Medeor vereinbart. «Mit dieser Partnerschaft dokumentieren die Apotheker in Nordrhein ihre Gemeinwohlverpflichtung über ihren unmittelbaren Versorgungsbereich hinaus», sagte Engelen.

 

Das Hilfswerk passe perfekt zu den Apothekern, sagte der Kammerpräsident. «Medeor» bedeute «ich helfe, ich heile». Dies sei eine Mission, die die Apothekerschaft uneingeschränkt teile. Mit dieser Zusammenarbeit werde «die gesellschaftliche Verantwortung der Apotheken zur gesundheitlichen und pharmazeutischen Versorgung hierzulande um eine ideelle, karitative und internationale Komponente erweitert.»

 

Action Medeor reklamiert für sich den Slogan «die Notapotheke der Welt». Mit der Kooperation wollen die beiden Organisationen nun «gemeinsam Notapotheke sein». Action-Medeor-Vorstand Bernd Pastors dankte der Apothekerkammer für ihr Engagement. Apotheker hätten den eingetragenen Verein seit seiner Gründung immer begleitet, als Mitglieder und als Experten. Deshalb sei es ein logischer Schritt, dass die Apothekerschaft dieses Projekt nun insgesamt unterstützt.

 

Eine wesentliche Aufgabe der Apotheker wird es sein, Spenden für den Verein zu sammeln. Mit dem Geld sollen dann Gesundheitseinrichtungen in Afrika wie die Raphael-Apotheke im Süd-Osten Tansanias unterstützt werden. In dieser Region gebe es bislang keine bezahlbaren Medikamente. Das Geld sei in jedem Fall gut investiert. Mit 50 Euro könnten 130 Kinder mit Antibiotika behandelt werden, 1 Euro koste eine Malariabehandlung. Apotheker aus der Region Nordrhein, die sich an der Spendensammlung beteiligen wollen, erhalten Spendendosen bei der Apothekerkammer in Düsseldorf. (dr) 

 

13.01.2014 l PZ

Foto: Fotolia/Morrison