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Zypries: Keine Kapitalgesellschaften in der AM-Versorgung

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Die Liberalisierung der Arzneimittelversorgung ist für die SPD derzeit kein Thema, obwohl ein entsprechender Parteitagsbeschluss aus dem Jahr 2011 bis heute nicht revidiert wurde. «Die SPD will keine Arzneimittelversorgung über Kapitalgesellschaften», stellte die SPD-Bundestagskandidatin Brigitte Zypries (Foto, links) bei einem Besuch in der Alpha-Apotheke in Darmstadt klar. Es gebe keinen Grund, an der Versorgung über freiberufliche Apotheker etwas zu ändern.

 

Durchaus kritisch sieht Zypries die von Apothekenleiter Benno Leyerer (Foto, rechts) angesprochene enorme Ausweitung der Rabattverträge. Hier bestehe die Gefahr, dass bestimmte Wirkstoffe nur noch von einem einzigen Unternehmen weltweit hergestellt würden. Dies könne zu Lieferproblemen führen. Durchaus beeindruckt zeigte sich Zypries auch über den Aufwand, den Apotheker betreiben müssen, wenn sie Rabattverträge korrekt beliefern oder wenn sie eine Rezeptur anfertigen. «Das kann länger als 30 Minuten dauern und wird mit 3 oder 5 Euro vergütet», erläuterte Leyerer der ehemaligen Ministerin. Als Problem sieht Zypries auch die mittlerweile sehr hohen Schulgeldbeträge, die PTA während ihrer Ausbildung bezahlen müssen. (dr)

 

10.09.2013 l PZ

Foto: PZ/Rücker