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Wieder weniger Apotheken in Hessen

In Hessen hat sich die Zahl der Apotheken erneut verringert. Im ersten Jahresquartal 2013 sank die Zahl der Apotheken im Bundesland auf 1560. Das sind 24 weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. So wenige Apotheken gab es in Hessen zum letzten Mal 1983. «Geschlossen wurden in erster Linie Landapotheken», hieß es in einer Pressemitteilung des Hessischen Apothekerverbands (HAV). Für Apotheker in diesen Regionen sei es zunehmend schwieriger, ihren Betrieb rentabel zu führen oder einen Nachfolger zu finden.


Schließen mussten laut HAV vor allem Hauptapotheken. Ihre Zahl sank um 42. Die Anzahl der Filialen sei dagegen um 18 gewachsen. Bereits 2012 hatte der Verband einen Rückgang der Apotheken im Bundesland verzeichnet.


Angesichts der Zahlen begrüßte der HAV noch einmal ausdrücklich das Anfang Juni beschlossene Apothekennotdienst-Sicherstellungsgesetz. Das Gesetz sieht eine pauschale Vergütung für Apotheken-Notdienste zwischen 20 und 6 Uhr vor. Laut HAV profitieren insbesondere ländliche Apotheken von der Gesetzesänderung, da diese aufgrund der geringen Apothekendichte mehr Notdienste leisten müssten. (ah)


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21.06.2013 l PZ

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