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Linagliptin: G-BA sieht keinen Zusatznutzen

Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim muss die Preisvorstellungen für sein Diabetesmittel Trajenta® in Deutschland wohl begraben. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat dem Mittel mit dem Wirkstoff Linagliptin keinen Zusatznutzen gegenüber einer Standardtherapie zugesprochen, wie das aus Vertretern von Krankenkassen, Ärzten und Krankenhäusern besetzte Gremium in Berlin mitteilte. «Die wissenschaftliche Basis des Beschlusses ist eindeutig», sagte Josef Hecken, Vorsitzender des G-BA. Der G-BA ist das oberste Gremium der Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen.

 

Trajenta ist einer der großen Hoffnungsträger von Deutschlands zweitgrößtem Pharmakonzern. Das Mittel ist bereits europaweit zugelassen. In Deutschland hat Boehringer Ingelheim bisher aus Preisgründen auf die Markteinführung verzichtet. Die Entscheidung des G-BA zur frühen Nutzenbewertung stützt sich auf die Auswertung von Studien des Herstellers durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Dieses hatte bereits im vergangenen Jahr keinen Zusatznutzen bei Linagliptin erkennen können. Dieser Einschätzung ist der G-BA nun gefolgt. (gm)

 

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Nutzenbewertung: Erneut Rückschlag für Linagliptin, Meldung vom 04.12.2012

   

21.02.2013 l PZ/dpa

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