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Demenzpatienten: Technische Hilfen erhöhen Sicherheit

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Automatische Herdabschaltung, Sturzdetektoren, GPS-gestützte Ortungssysteme: Technische Hilfsmittel können Menschen mit Demenz dabei helfen, länger selbstbestimmt zu leben, und die dazu notwendige Sicherheit erhöhen. Die Deutsche Alzheimer-Gesellschaft informiert in einer neuen Broschüre darüber, welche technischen Hilfen es gibt und wie sie korrekt eingesetzt werden, um die Lebensqualität von Demenzkranken und ihren Angehörigen zu verbessern.

 

Einige Beispiele: Wenn Menschen mit Demenz vergessen den Herd abzuschalten, können eine automatische Herdabschaltung oder ein Gasaustrittsmelder die Sicherheit für die Betroffenen und ihre Nachbarn erhöhen. Sturzdetektoren lösen Alarm aus, wenn Menschen in ihrer Wohnung hinfallen. Außerhalb der Wohnung tragen GPS-gestützte Personenortungs­systeme dazu bei, die Bewegungsfreiheit von Menschen mit Demenz aufrecht zu erhalten. Heike von Lützau-Hohlbein, erste Vorsitzende der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, weist auf Nutzen und Grenzen der technischen Hilfsmittel hin: «Technik kann in vielen Fällen hilfreich sein, doch sie darf nicht zum Ersatz für menschliche Nähe und Zuwendung werden. Die menschliche Würde muss immer Vorrang haben.»

 

Die Kosten für viele technische Hilfen und Pflegehilfsmittel würden von den Kranken- und Pflegekassen ganz oder teilweise übernommen, schreibt die Alzheimer-Gesellschaft. Die Broschüre «Sicher und selbstbestimmt. Technische Hilfen für Menschen mit Demenz» gebe daher auch Hinweise zur Antragstellung. Sie kann bestellt werden bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und kostet 4 Euro. (bmg)

 

Weitere Informationen unter www.deutsche-alzheimer.de (externer Link).

 

02.01.2013 l PZ

Foto: Fotolia/Pfluegl