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Umfrage: Lieferengpässe sind häufig

Vier von zehn Apothekern sind täglich mit Lieferengpässen bei Arzneimitteln konfrontiert. Das geht aus dem aktuellen Apotheken-Konjunkturindex (APOkix) hervor, den das Kölner Institut für Handelsforschung jeden Monat erstellt. Ein Drittel der Apotheker bekommt demnach mehrmals pro Woche Lieferschwierigkeiten zu spüren. Vor allem Rabatt-Arzneimittel und Grippeimpfstoffe sind nicht immer zeitnah zu bekommen. Die große Mehrheit der Apotheker (84 Prozent) sieht durch diese Engpässe die Versorgungssicherheit der Patienten gefährdet. Schuld an der Situation tragen aus ihrer Sicht Krankenkassen (76 Prozent) und Industrie (74 Prozent) fast gleichermaßen. Mehr als die Hälfte der befragten 351 Apotheker führen die Schwierigkeiten darüber hinaus auch auf die Politik zurück.

 

Wie jedes Mal hat der APOkix auch im November die wirtschaftliche Stimmung der Apotheker ermittelt. 13,4 Prozent der Befragten bewerten ihre aktuelle Geschäftslage positiv, das ist ein Plus von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Rund 54 Prozent gehen zudem davon aus, dass sich die Lage in den kommenden sechs Monaten stabilisiert oder sogar verbessert. Damit blicken deutlich mehr Apotheker positiv in die Zukunft als im November 2011 (17,4 Prozent). Knapp 46 Prozent erwarten hingegen eine negative Geschäftsentwicklung. (sch)

 

03.12.2012 l PZ

Foto: Fotolia/Thesimplify