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Händewaschen und Abhärtung gegen Erkältungen

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Wer eine Erkältung vermeiden will, sollte sich mehrmals täglich die Hände mit Seife waschen. «Desinfektionsmittel sind aber meist nicht nötig», sagt Friedemann Schmidt, designierter Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Es genüge, die Hände eine halbe Minute lang einzuseifen, auch zwischen den Fingern. Die Auslöser von Erkältungen sind Viren. Sie werden übertragen über Gegenstände, die von mehreren Menschen berührt werden, etwa Türgriffe oder Treppengeländer. Händewaschen unterbreche diesen Infektionsweg, so Schmidt. Die Hände sollten das Gesicht außerdem möglichst wenig berühren, um die Viren von Mund, Nase und Augen fern zu halten. Um andere nicht anzustecken, sollten Erkältete grundsätzlich in ein Taschentuch oder in den Ärmel niesen – jedoch nicht in die Hände.

 

Da Heizungsluft in Büros und Wohnungen die Schleimhäute austrocknet, können Erkältungsviren in der Heizperiode leichter in den Körper eindringen. In geschlossenen Räumen kann zudem die Zahl der Viren leicht ansteigen. Im Winter sollte man das Büro oder die Wohnung deshalb drei- bis viermal am Tag für jeweils zehn Minuten durchlüften, rät die ABDA. Idealerweise sollte die Raumtemperatur nicht über 19 bis 20 Grad liegen.

 

Abhärten kann man sich mit äußerlichen Wasseranwendungen wie kalt-warmen Wechselduschen, so die Empfehlung. Aufhören solle man immer mit einem kalten Guss, das löse die wichtige Erwärmungsreaktion aus. Wer davor zurückschreckt, sich von Kopf bis Fuß kalt-warm zu duschen, könne sich auf die Arme oder Unterschenkel beschränken, so die ABDA. Auch ein Spaziergang bei kaltem Wetter stärke die Abwehrkräfte. Man solle sich aber gut in Schal und Mütze einpacken, damit der Körper nicht zu stark auskühlt.

 

 

20.12.2012 l PZ/ABDA

Foto: Fotolia/Yummy