Pharmazeutische Zeitung Online
AMK

Neue Tageshöchstmengen für Vitamin D

Datenschutz bei der PZ

Im Auftrag der Europäischen Kommission hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die gesundheitlich unbedenklichen Höchstmengen für die Zufuhr von Vitamin D und Calcium neu bewertet. Dabei ist sie zu folgenden Ergebnissen gekommen: Für Vitamin D gilt demzufolge eine Zufuhr von bis zu täglich 100 µg (4000 I.E.) für Erwachsene einschließlich werdender Mütter und Stillender als unbedenklich. Dieser Wert, der dem Doppelten des vorherigen Grenzwertes entspricht, schließt einen Sicherheitsabstand zu derjenigen Zufuhrmenge mit ein, ab der ein negativer Effekt zu beobachten war. Im Falle des Vitamin D war dieser als Hypercalciämie definiert, die mit der Aufnahme von durchschnittlich 250 µg (10.000 I.E.) täglich erreicht wurde.

 

Für Kinder zwischen elf und 17 Jahren gilt derselbe Grenzwert von 100 µg (4000 I.E.), für Kinder von einem bis zehn Jahren 50 µg (2000 I.E.) täglich und für Säuglinge bis zu einem Jahr 25 µg (1000 I.E.) pro Tag. Der Vitamin-D-Bedarf wird zu variablen Anteilen aus körpereigener Produktion unter dem Einfluss von Sonnenlicht, aus der Nahrung sowie aus Arznei- oder Nahrungsergänzungsmitteln gedeckt.

 

Nicht geändert hat sich die tolerable Tageshöchstmenge für Calcium. Demnach wird eine tägliche Zufuhr von täglich 2500 mg von Erwachsenen einschließlich Schwangeren und Stillenden nebenwirkungsfrei vertragen. (mp)

 

Lesen Sie dazu auch

Vitamin D: Neuer Wirkmechanismus entdeckt, Meldung vom 24.04.2012

Vitamin D: Das Hormon der Streithähne, PZ 06/2012

Vitamin D: Supplemente für alle?, PZ 50/2011

 

Mehr zum Thema Vitamine

 

31.07.2012 l PZ

Foto: Fotolia/Thomas Hecker