Pharmazeutische Zeitung Online
AMK

ApBetrO: Vertretung muss genauer geregelt werden

Datenschutz bei der PZ

Die Apothekengewerkschaft Adexa und der Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) haben die Vertretungsregeln nach neuer Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) kritisiert. Vergangene Woche regte die Adexa-Vorsitzende Barbara Neusetzer in einem Gespräch mit Vertretern des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) Nachbesserungen an. Die Vertretungsbefugnisse seien zwar weiterhin in § 2 Absatz 6 beschrieben, doch verhinderten andere Paragrafen, dass die Vertretung tatsächlich funktioniere. Bestimmte Tätigkeiten – etwa die Plausibilitätsprüfung bei der Rezeptur – dürfen demnach nur Approbierte durchführen. Dies mache eine Vertretung durch nicht approbierte Mitarbeiter unmöglich, so Neusetzer. Sie forderte eine Nachbesserung der entsprechenden Textstellen noch vor Inkrafttreten der ApBetrO im Juni.

 

Ministerialrätin Dr. Dagmar Krüger, die entscheidend an der inhaltlichen Ausgestaltung der ApBetrO beteiligt war, beschwichtigte in diesem Punkt: § 2 Absatz 6 sei den anderen Paragraphen übergeordnet. Alle Rechte und Pflichten des approbierten Apothekenleiters (beispielsweise bei der Rezepturherstellung) lägen im Falle einer Vertretung auch weiterhin bei den Apothekerassistenten oder Pharmazieingenieuren. (ah)

 

Mehr zum Thema Apothekenbetriebsordnung

 

29.05.2012 l PZ

Foto: ABDA