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Bundesrat winkt Apothekenbetriebsordnung durch

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Der Bundesrat hat heute die Novelle der Apothekenbetriebsordnung beschlossen. «Die Änderungen zielen überwiegend darauf ab, die Präsenzapotheken zu stärken und deren Kernaufgaben herauszustellen», hieß es in einer Erläuterung zum Tagesordnungspunkt. Zum Beispiel werden das Medikationsmanagement und die Ernährungsberatung als apothekenübliche Dienstleistungen definiert. Die Apotheken werden verpflichtet, ein Qualitätsmanagement zu betreiben. Eine externe Überprüfung ist jedoch nicht zwingend. Gleiches gilt für einen Hygieneplan. Das Nebensortiment bleibt auf apothekenübliche Produkte mit unmittelbarem Gesundheitsbezug beschränkt.

 

Vorteile für Filialverbünde wird es nicht geben. Auch Filialen müssen weiter ein Labor haben, Rezepturen herstellen und Ausgangsstoffe prüfen. Auch Notdienste dürfen nicht auf eine Betriebsstätte innerhalb des Filialverbunds konzentriert werden, wie ursprünglich im Kabinettsentwurf vorgesehen. Dagegen hatte sich der Gesundheitsausschuss des Bundesrats am 19. März ausgesprochen.

 

Neuerdings ist auch das Verblistern geregelt. Auch geteilte Tabletten dürfen patientenindividuell verblistert werden. Der Gesundheitsausschuss hatte sich dagegen ausgesprochen. Dies blieb jedoch der einzige Änderungsantrag, der keine Mehrheit erhielt.

 

Das Gesetzgebungsverfahren ist nun abgeschlossen. Eine ausführliche Berichterstattung folgt. (db)

 

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30.03.2012 l PZ

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