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Nutzenbewertung: Abirateron punktet beim IQWiG

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Für bestimmte Patienten mit Prostatakrebs hat der neue Arzneistoff Abirateronacetat einen beträchtlichen Nutzen, urteilte jetzt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Zugelassen ist das Präparat (Zytiga®) für Männer mit metastasiertem Prostatakarzinom, das auf eine Hormontherapie nicht mehr anschlägt, und bei denen die Erkrankung während oder nach einer Chemotherapie mit Docetaxel weiter fortschreitet. Abirateronacetat hemmt die Androgen-Biosynthese und wird mit Prednison oder Prednisolon kombiniert.

 

Falls eine weitere Therapie mit Docetaxel nicht infrage kommt, sondern nur noch mit Corticoiden und palliativ behandelt wird, bringt die zusätzliche Gabe von Abirateron den Patienten einen beträchtlichen Zusatznutzen, schreibt das IQWiG. Sie kann die Überlebenszeit verlängern und das Auftreten von Folgeerkrankungen wie durch Metastasen ausgelöste Knochenbrüche und -operationen sowie die Verschlimmerung der Schmerzen verzögern. Weitere Daten zur Lebensqualität waren laut IQWiG nicht verwertbar. Belege für größere Schäden liegen nicht vor.

 

Für die mit Docetaxel weiter behandelten Patienten beurteilt das IQWiG die Datenlage als schlecht. Für diese Patienten sieht das Institut daher einen Zusatznutzen nicht belegt. (db)

 

Wirkstoffprofil Abirateronacetat (Zytiga® / 2011) in unserer Datenbank Neue Arzneistoffe

 

03.01.2012 l PZ

Foto: Fotolia/braverabbit