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HIV-positiv: Auf die Ernährung achten

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Eine gesunde Ernährung ist für Menschen mit HIV-Infektion besonders wichtig, da sie die körperliche Fitness erhält und die Wirksamkeit von antiretroviralen Arzneimitteln unterstützt. Für die Bekämpfung des HI-Virus braucht der Körper Energie sowie Vitamine und Spurenelemente. Doch sinkt nach einer HIV-Infektion der Appetit, Durchfall tritt häufiger auf und die Resorption von Nährstoffen nimmt ab. «Die Betroffenen verlieren also automatisch an Gewicht, was in Afrika besonders dramatisch ist», sagte Nils Grede, Ernährungsexperte des Welternährungsprogramms (WFP), in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. «Die Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation besagen, dass HIV-Patienten zwischen 10 und 30 Prozent mehr Kalorien benötigen als gesunde Menschen und 100 Prozent des normalen täglichen Bedarfs an Vitaminen und Mineralien.» Gut seien alle dunkelgrünen und blättrigen Gemüsesorten, etwa Kohlsorten und Spinat, denn sie sind sehr reich an Vitaminen.

 

Studien hätten gezeigt, dass die Sterblichkeitsrate bei unterernährten Menschen, die mit der Behandlung beginnen, in den ersten sechs Monaten zwei bis fünf Mal höher ist als bei Patienten, die einen normalen Body-Mass-Index haben. Durchfall und Erbrechen treten verstärkt auf, was die Resorption der Arzneistoffe erschwert und die Compliance stark beeinträchtigt. (db)

 

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05.12.2011 l PZ

Foto: Fotolia/Babimu