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Meldungen an die AMK: Auch berufspolitisch wichtig

Apotheker spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Arzneimittelrisiken – und das ist ein wichtiges Argument in der politischen Diskussion, betonte Professor Dr. Martin Schulz, ABDA-Geschäftsführer Arzneimittel und Vorsitzender der AMK, beim Sächsischen Apothekertag in Dresden. Beispiel: Durch die stichprobenweise Prüfung von Fertigarzneimitteln decken die niedergelassenen Apotheker immer wieder Qualitätsmängel auf. «Täglich werden 21 400 Arzneimittel in den Apotheken geprüft. Das ist eine berufspolitisch wichtige Botschaft.»

 

Zu den herausragenden Leistungen der Apotheken gehören auch die Erkennung und Meldung von Risiken an die Arzneimittelkommission. Dazu zählen neben Qualitätsmängeln vor allem unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW). «Aus Drogeriemärkten kommen keine UAW-Meldungen», so Schulz. Diese Spontanmeldungen seien aber unerlässlich, um seltene Risiken oder auch Nebeneffekte von alt bekannten Arzneimitteln einschätzen zu können. Die AMK erhalte jährlich mehr als 8000 UAW-Meldungen. «Unser Ziel ist es, jedes Jahr 10 000 gut dokumentierte Meldungen zu bekommen und damit eine solide Basis für die Risikoerfassung zu schaffen.» Daher sei es wichtig, dass Apotheken alle bemerkten UAW melden. Für die Meldung an die AMK gibt es spezielle Berichtsbögen. (bmg)

 

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04.04.2011 l PZ

Foto: Fotolia/Kurgan