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Osteoporose: Konkurrenz für Raloxifen

 

Seit Mitte Dezember ist mit Bazedoxifen (Conbriza® 20 mg Filmtabletten, Pfizer) ein neuer Wirkstoff zur Behandlung der postmenopausalen Osteoporose erhältlich. Indiziert ist der Wirkstoff bei Frauen mit erhöhtem Frakturrisiko. Gezeigt wurde eine signifikante Verringerung der Inzidenz von Wirbelkörperfrakturen, die Wirksamkeit gegen Hüftfrakturen wurde dagegen nicht nachgewiesen. Die empfohlene Dosis beträgt einmal täglich 20 mg.

 

Wie bei Raloxifen und Tamoxifen handelt es sich bei Bazedoxifen um einen sogenannten SERM, einen selektiven Estrogenrezeptor-Modulator. Auf Brust und Gebärmutter wirkt die Substanz primär wie ein Estrogenantagonist, auf Knochen wie ein Estrogenagonist. So vermindert sie die Knochenresorption und senkt die Spiegel biochemischer Marker des Knochenumbaus auf das prämenopausale Niveau. Diese Wirkungen erhöhen die Knochendichte, was wiederum mit einem verminderten Frakturrisko einhergeht.

 

Kontraindiziert ist Bazedoxifen bei Frauen mit nicht abgeklärten Uterusblutungen und bei Anzeichen oder Symptomen eines Endometriumkarzinoms. Ferner ist der Wirkstoff nur bei Frauen nach der Menopause zugelassen; er darf nicht bei gebärfähigen Frauen zum Einsatz kommen. Gleiches gilt auch für Frauen mit bestehenden oder früheren venösen thromboembolischen Erkrankungen, einschließlich tiefe Venenthrombosen, Lungenembolie oder Retina-Venenthrombose. (ss)

 

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22.12.2010 l PZ

Foto: Fotolia/Luxpainter