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Prostatakrebs: Neuer Mitosehemmer in USA zugelassen

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Ein neuer Wirkstoff gegen fortgeschrittenen Prostatakrebs hat die Zulassung der Food and Drug Administration (FDA) in den USA erhalten. Die FDA hat in einem beschleunigten Verfahren den Wirkstoff Cabazitaxel, entwickelt von der Firma Sanofi-Aventis, für die Therapie des fortgeschrittenen hormonrefraktären Prostatakarzinoms (mHRPC) nach einer fehlgeschlagenen Behandlung mit Docetaxel zugelassen. Diese Tumorart spricht nicht mehr auf die Therapie mit Hormonen an. Es gibt nur wenige therapeutische Möglichkeiten für Patienten mit einer solchen Erkrankung. Weltweit nimmt Prostatakrebs die dritte Stelle bei Krebserkrankungen und die sechste Stelle bei der Krebssterblichkeit von Männern ein.

 

Cabazitaxel (Jevtana®) zählt zu den Mikrotubuli-Inhibitoren. Es hemmt in der Zellteilungsphase die Ausbildung des Spindelapparats. Alle drei Wochen wird Cabazitaxel in einer Dosierung von 25 mg/m2 als einstündige Infusion in Kombination mit 10 mg Prednison täglich verabreicht. Der Patient muss mindestens 1500 neutrophile Granulozyten pro Kubikmilliliter Blut aufweisen, da es sonst zu schweren Infektionen kommen kann. Allergische Reaktionen gegen Cabazitaxel oder den Hilfsstoff Polysorbat 80 sind möglich. Die FDA bestätigte die Sicherheit und Effektivität von Cabazitaxel, die in einer Studie mit 755 Patienten nachgewiesen wurde. (sa)

 

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22.06.2010 l PZ

Foto: Sanofi-Aventis