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OTC-Produkte: Zunehmend mehr Beratung ohne Verkauf

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OTC-Produkte: Zunehmend mehr Beratung ohne Verkauf
 


Immer mehr Kunden lassen sich in der Apotheke zu Selbstmedikation und rezeptfreien Medikamenten (OTC) beraten, ohne die empfohlenen Produkte anschließend zu kaufen. Einer Umfrage des Instituts für Handelsforschung Köln zufolge, gaben 60 Prozent der 277 befragten Apotheker an, dass dieses Kundenverhalten in den letzten zehn Jahren zugenommen habe. Jeder fünfte Befragte stellte sogar einen starken Anstieg fest. Dabei gehen drei Viertel der Apotheker davon aus, dass der Kunde die empfohlenen OTC-Mittel später im Internet bei Online-Apotheken kauft.
 
Laut Umfrage beobachten 83 Prozent der Apotheker, dass jede zehnte OTC-Beratung ohne entsprechenden Produktverkauf erfolge. Knapp jeder fünfte Apotheker hat das Problem demnach sogar bei jedem dritten Beratungsgespräch.
 
Mit 57 Prozent wird besonders häufig zu Vitaminen, Mineralstoffen und Nahrungsergänzungsmitteln lediglich beraten. Auch zu Haut, Schleimhaut, Wundheilung und Nägeln werden mit 30 Prozent häufig Empfehlungen gegeben, ohne die entsprechenden Produkte auch zu verkaufen, dicht gefolgt von Beratungen zu Herz, Kreislauf, Venen (rund 28 Prozent) und Bewegungsschmerzen (rund 26 Prozent). Zu Themen wie Kopfschmerzen oder Augen, Ohren, Zähne erfolgen rund 14 Prozent der Gespräche ohne anschließenden Kauf.
 
Seit 2004 können hierzulande Arzneimittel auch über Online-Apotheken gekauft werden. Dabei kann der Kunde rezeptfreie Medikamente und Kosmetika im Internet oft zu günstigeren Konditionen erwerben als in der Präsenzapotheke. Apotheker sehen diese Entwicklung naturgemäß kritisch. Rund 96 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass zu Fragen der Selbstmedikation eine elektronische oder telefonische Beratung die persönliche Beratung in der Apotheke am Ort nicht ersetzen könne. (et)
 
10.09.2014 l PZ
Foto: ABDA
 

 

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