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Anzag-Marke soll Apothekenwert steigern

WIRTSCHAFT & HANDEL

 

Anzag-Marke soll Apothekenwert steigern

von Erdmuthe Arnold, Frankfurt am Main

Um 8,4 Prozent kletterte der Umsatz der Andreae Noris Zahn AG in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahrs 2000/2001. Im Januar 2001 erlöste der apothekernahe Pharmagroßhandel gar über eine halbe Million DM. Der Vorstand gab sich daher in der Bilanzpressekonferenz am 8. Februar zuversichtlich, im neuen Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 5 Prozent zu erreichen. Die Steigerung ist für ihn Beweis, mit den neu etablierten Leistungen für die Apotheken die richtigen Weichen gestellt zu haben.

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Unter dem Markt wuchs die Anzag jedoch im Geschäftsjahr 1999/2000. Der Umsatz stieg um 2,4 Prozent auf 4,909 Milliarden DM. Ihm steht eine Gewinnsteigerung aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 5,5 Prozent auf 86,5 Millionen DM gegenüber. Wie der seit Mai 1999 residierende neue Vorstandsvorsitzende Horst Trimborn darlegte, konnte die Anzag die Rohertragsquote gegen den Branchentrend weitgehend stabilisieren. Der Rohertrag stieg um 7,6 Millionen auf 367,5 Millionen DM und das Betriebsergebnis um 10,8 Prozent auf 88,4 Millionen DM. Wegen einer Betriebsprüfung der Jahre 1992 bis 1997 durch das zuständige Finanzamt kam es allerdings laut Trimmborn zu einem um 8,1 Millionen DM erhöhten Steueraufwand, der den Überschuss von 43,8 Millionen auf 40,2 Millionen DM verringerte. Das DVFA-Ergebnis pro Aktie lag bei 4,14 DM nach 4,38 DM.

Wie bereits kurz in PZ 5/01 berichtet, schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung die Auszahlung einer unveränderten Dividende von 2,10 DM je Aktie vor. Die Dividendenrendite beträgt, bezogen auf den Börsenkurs zum Bilanzstichtag, 7,3 Prozent, hob Trimborn hervor. Für ihn sei dies ein guter Grund, in Zeiten unbeständiger Aktienmärkte in die Anzag-Aktie zu investieren. Sie werde mit 27 Euro statt "fairerweise 35 Euro" deutlich unterbewertet.

Als Grund für das gute Abschneiden der Anzag verwies der Personalchef Herbert Gissel auf die nachhaltige Modernisierung der Betriebsstätten und die gezielt geförderte Mitarbeiter-Motivation. Seit 1992 werde bei kaum verändertem Aufwand eine immer höhere Leistung von den rund 2161 Beschäftigten erbracht. 12,5 Millionen DM seien im abgelaufenen Geschäftsjahr in die neue Niederlassung in Dresden investiert worden, die als geschlossener Immobilienfonds unter Beteiligung der Apotheken errichtet worden sei und einen Automatisierungsgrad von 60 Prozent aufweise. Dieser Grad soll sukzessive in anderen großen Betrieben (Frankfurt am Main, Köln und Berlin) noch verbessert werden.

Zur Wertsteigerung des Pharmagroßhandels soll zudem die Positionierung der Marke Anzag beitragen. Das für den Handel und Dienstleistungen zuständige Vorstandsmitglied Klaus-Michael Schäfer konnte hierzu aktuell "Anzag Online" präsentieren, auf die Apotheken- und Pharmaindustriekunden, aber beispielsweise auch die Presse, über www.anzag.de zugreifen können (mit Dienstleistungen und geschlossenem Bereich für Apotheken). Hinzu kommt ab Mitte März unter "www.gesundheit.de" der Zugriff für die Endverbraucher. Er soll mit Informationen zu medizinischen Themen, Quizzen et cetera die Apothekenkunden so beraten, dass sie letztendlich bei einer Apotheke in ihrer Nachbarschaft vorstellig werden oder online bei ihr eine Bestellung aufgeben. Denn unter dieser Adresse haben die Apotheken dann ihren eigenen Auftritt. Top

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Beitrag erschienen in Ausgabe 07/2001

 

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