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Cocain: Eine Dosis reicht aus

Eine einzelne Dosis Cocain kann die Signalübertragung von einer auf die andere Nervenzelle verändern - und das in einem Teil des Gehirns, der nach Theorien vieler Wissenschaftler an der Entwicklung von Abhängigkeit beteiligt ist. Dieses Ergebnis haben Antonello Bonci von der Universität von Kalifornien, San Francisco, und seine Kollegen in der aktuellen Ausgabe von Nature veröffentlicht (Vol. 411, vom 31. Mai 2001, Seite 583). Offensichtlich sorgt bereits der erste Kontakt mit der Droge für die Langzeitverstärkung von Neuronensignalen. Dies ist die Basis für eine bestimmte Form der Erinnerung, die in die Abhängigkeit oder zum Rückfall führt, melden die Wissenschaftler. PZ

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Mehr HIV-Infektionen befürchtet

Die Zahl der HIV-Neuinfektionen steigt nach Einschätzung von Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), in den kommenden Jahren an. "Wir bemerken, dass beim Wissen über Aids Lücken entstehen", sagte Pott in einem Gespräch mit der dpa. Gemeinsam mit der Deutschen Aids-Gesellschaft e. V. startet die Bundeszentrale deshalb im Juli die Aktion "Vergessen ist ansteckend". "Neue Themen wie BSE oder Maul- und Klauenseuche haben der Aids-Berichterstattung den Rang abgelaufen." Die BZgA-Direktorin forderte die Medien auf, wieder mehr über Aids aufzuklären: "Wenn das Thema öffentlich nicht präsent ist, kommt das einer Entwarnung gleich", sagte Pott. dpa

Medizinische Studien oft geschönt

Ein großer Teil der medizinischen Forschung hält sich nach Untersuchungen des Hamburger Biophysik-Professors Dr. Hans-Peter Beck-Bornholdt nicht an wissenschaftliche Kriterien. Die Forscher benutzten vor allem statistische Tricks, um ihre Therapie-Ergebnisse zu schönen, sagte Beck Bornholdt bei der Konferenz der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) in Roßdorf. "Von diesen zweifelhaften Ergebnissen sind Millionen von Patienten betroffen", sagte Beck-Bornholdt. Er rief die Wissenschaftler der GWUP dazu auf, die Untersuchungsmethoden der Schulmedizin unter die Lupe zu nehmen: "Hier wird weit mehr Schaden angerichtet als durch Wunderheiler." dpa Top

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Beitrag erschienen in Ausgabe 22/2001

 

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