Die Zeitschrift der deutschen Apotheker

 

Pharmazeutische Zeitung

 

PTA-Forum

 

PZ-Akademie

 

DAC/NRF

 












DIREKT ZU

 


NACHRICHTEN

 
Direktbelieferung: Neunfacher Aufwand für Apotheken
 
Direktbelieferung: Neunfacher Aufwand für ApothekenApotheken profitieren von der Belieferung durch den Großhandel betriebswirtschaftlich mehr als von der Direktbelieferung. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Instituts für Handelsforschung (IfH), die der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels Phagro in Auftrag gegeben hatte. «Würde eine Apotheke alle Medikamente direkt vom Hersteller liefern lassen, so würde sich ihr Aufwand mehr als verneunfachen», sagt einer der drei Autoren der Studie, IfH-Geschäftsführer Dr. Andreas Kaapke. Die Apotheken hätten einen höheren zeitlichen und personellen Aufwand für Bestellungen, Wareneingänge, Lagerhaltung oder die Bearbeitung von Arzneimittelrückrufen. Der pharmazeutische Großhandel unterstütze die Apotheken in ihrem Versorgungsauftrag. So bündle er die Angebote der Hersteller und versorge jede Apotheke «bedarfsgerecht und zu optimierten Kosten». Die Apotheken sparen zudem Lagerkosten. Dies habe auch volkswirtschaftliche Auswirkungen. Daher rät das IfH dringend, das bestehende Distributionssystem beizubehalten. Andere Vertriebssysteme wie die Direktbelieferung sei kontraproduktiv. (db)

18.12.2008 l PZ
Foto: Fotolia/Heim
 

 

Das könnte Sie auch interessieren

 

 

Weitere Nachrichten

 

Alkohol und Tabak: verharmloste Suchtmittel

Alkohol- und Tabakkonsum wird in Deutschland noch immer verharmlost. Das beklagte Raphael Gaßmann von der Hauptstelle für Suchtfragen (DHS)...

Masern & Co: Impflücken schließen!

Zum Auftakt der Europäischen Impfwoche rufen die Gesundheitsbehörden alle Erwachsenen auf, ihre Kinder impfen zu lassen und ihren eigenen...

Saudi-Arabien: Corona-Virus breitet sich aus

Das gefährliche Coronavirus MERS breitet sich in Saudi-Arabien weiter aus. Wie das dortige Gesundheitsministerium heute mitteilte, starben...

MCP: Rückruf hinterlässt Therapielücke

MCP-Tropfen mit einer Wirkstoffkonzentration von mehr als 1 mg/ml sind nicht mehr verkehrsfähig. Da alle in Deutschland bisher zugelassenen...

 
 

Novartis tauscht Impfstoffe gegen Krebsmittel
Der schweizerische Pharmakonzern Novartis hat sich einen großangelegten Umbau verordnet. Das Geschäft mit Tierarzneimitteln wird an den...

Ketamin: Partydroge hilft bei schwerer Depression
Das Narkotikum Ketamin kann neuen Studien zufolge Patienten mit schweren Depressionen aus ihrem Tief helfen. Anfang April hatten britische...

EMA: Fälschungen betreffen auch Remicade
Im Fall der gefälschten Arzneimittel aus Italien gibt es eine neue Entwicklung. Wie die Europäische Arzneimittelagentur EMA mitteilte, ist...

Herceptin: Fälschung entfacht Diskussion um Sicherheit
Der Chef der Initiative Securpharm, Martin Bergen, fordert, noch mehr für den Schutz der legalen Arzneimittel-Lieferwege zu tun. «Fälscher...

Herceptin-Fälschungen auch in Deutschland
Auch in Deutschland sind Fälschungen des Krebsmedikaments Herceptin in den Handel gekommen. Darüber informiert das Paul-Ehrlich-Institut...

Verfassungsgericht: Pflege ist nicht gleich Pflege
Wer ein Familienmitglied zu Hause pflegt, hat keinen Anspruch auf die gleich hohe Leistung wie sie externen Pflegehilfen gewährt wird. «Der...

Noch mehr Meldungen...