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Direktbelieferung: Neunfacher Aufwand für Apotheken

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Direktbelieferung: Neunfacher Aufwand für Apotheken
 


Apotheken profitieren von der Belieferung durch den Großhandel betriebswirtschaftlich mehr als von der Direktbelieferung. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Instituts für Handelsforschung (IfH), die der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels Phagro in Auftrag gegeben hatte. «Würde eine Apotheke alle Medikamente direkt vom Hersteller liefern lassen, so würde sich ihr Aufwand mehr als verneunfachen», sagt einer der drei Autoren der Studie, IfH-Geschäftsführer Dr. Andreas Kaapke. Die Apotheken hätten einen höheren zeitlichen und personellen Aufwand für Bestellungen, Wareneingänge, Lagerhaltung oder die Bearbeitung von Arzneimittelrückrufen. Der pharmazeutische Großhandel unterstütze die Apotheken in ihrem Versorgungsauftrag. So bündle er die Angebote der Hersteller und versorge jede Apotheke «bedarfsgerecht und zu optimierten Kosten». Die Apotheken sparen zudem Lagerkosten. Dies habe auch volkswirtschaftliche Auswirkungen. Daher rät das IfH dringend, das bestehende Distributionssystem beizubehalten. Andere Vertriebssysteme wie die Direktbelieferung sei kontraproduktiv. (db)

18.12.2008 l PZ
Foto: Fotolia/Heim
 

 

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